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Integrative Kindergärten

Integrative Kindergärten gibt es mittlerweile in ganz Deutschland. Die Zahl wächst stetig an. Auch immer mehr der bestehenden Regelkindergärten wandeln sich heute zu Integrationskindergärten um, so dass das Angebot inzwischen flächendeckend ist. In diesen speziellen Kindergärten lernen Kinder Akzeptanz und Offenheit in einem kreativen Umfeld. Dies wird erreicht durch ein gemeinsames Aufwachsen behinderter und nicht behinderter Kinder mit intensiver Betreuung durch die Erzieher.

 

Ein Miteinander behinderter und nicht behinderter Kinder

Integrative Kindergärten betreuen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam. Die Kindergartengruppen sind kleiner als in regulären Kindergärten und umfassen in der Regel insgesamt 15 Kinder, von denen 4 eine Behinderung haben und 11 nicht. Der Begriff "Behinderung" wird hierbei sehr weit gefasst: Die Kinder können entweder seelische, geistige oder körperliche Behinderungen haben. Diese Behinderungen müssen durch Gutachten belegt sein, beispielsweise durch einen Heilpädagogen und einen Arzt. Erst wenn das Gutachten vorliegt, können die Kinder integrative Kindergärten besuchen.

Betreuung in integrativen Kindergärten

Die Gruppen werden stets von zwei ausgebildeten Fachkräften betreut, einem Erzieher oder einer Erzieherin und einem Heilpädagogen bzw. einer Heilpädagogin. Somit ist eine umfassende Betreuung gewährleistet. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen das soziale Miteinander und die Förderung aller Kinder. Integrative Kindergärten legen Wert auf ein Zusammenleben, dass die Stärken der Kinder fördert, Ausgrenzung unterbindet und den nicht behinderten Kindern - und auch deren Eltern - vermittelt, dass behinderte Menschen keine Menschen zweiter Klasse sind.

Vorteile integrativer Kindergärten für die Entwicklung

Für die behinderten Kinder bieten integrative Kindergärten den Vorteil, dass sie nicht isoliert in Einrichtungen untergebracht sind, die ausschließlich für Behinderte vorgesehen sind. Sie nehmen ganz normal am Alltag eines Kindergartens teil, in dem auch nicht behinderte Kinder betreut werden. Letztere wiederum lernen, das Zusammensein mit behinderten Kindern als etwas völlig Selbstverständliches anzusehen. Somit erleben die Kinder täglich, wie normal die Integration behinderter Menschen sein kann. Die nicht behinderten Kinder lernen einerseits, welche Stärken behinderte Kinder trotz ihres Handicaps haben können und haben andererseits die Möglichkeit ihre eigenen Stärken zur Unterstützung der behinderten Kinder einzusetzen und ihnen auf eine jeweils angemessene Weise zu helfen, wenn dies nötig ist.

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