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Kinderbetreuung im Kindergarten

Der Kindergarten ist eine öffentliche Einrichtung für die Kinderbetreuung. Die Kinder, die dort betreut werden, sind in der Regel zwischen drei und sechs Jahren alt. Somit stellt der Kindergarten zugleich eine Vorbereitung auf die anschließende Schulzeit dar, die meist unmittelbar auf die Betreuung im Kindergarten folgt. Die Betreuer eines Kindergartens sind oft ausgebildete Fachkräfte aus dem Sozialbereich wie zum Beispiel Erzieher, Kinderpfleger oder Sozialpädagogen. Das Betreuungsangebot kann von Kindergarten zu Kindergarten variieren. So unterscheidet man je nach Öffnungszeiten zwischen der Ganztagsbetreuung, der Teilzeitbetreuung und dem verlängerten Vormittagsangebot inklusive Mittagessen.

Verschiedene Modelle des Kindergartens

Die klassische Form des Kindergartens lässt sich einerseits unter dem Aspekt des Kindesalters von anderen Modellen abgrenzen. So nennt man zum Beispiel die Kinderbetreuung von Kindern unter 3 Jahren Kinderkrippe, ein Hort bietet hingegen Betreuung für Kinder im Grundschulalter. Von einer Kindertagesstätte oder Kita spricht man häufig, wenn es sich um eine Ganztagsbetreuung handelt. Unter dem sozialen Aspekt lassen sich ebenfalls einige Abwandlungen von der klassischen Form des Kindergartens unterscheiden. So gibt es zum Beispiel den sonder- oder heilpädagogischen Kindergarten für Kinder mit Behinderungen. Darüber hinaus zählen zu den bekanntesten Abwandlungen der Waldorfkindergarten und der Montessorikindergarten, die beide spezielle pädagogische Bildungskonzepte verfolgen.

Historische Entwicklung von Kindergärten

Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert veränderte die damaligen sozialen und familiären Strukturen immens. Frauen wurden zunehmend in die industriellen Prozesse mit einbezogen, so dass für die Kinderbetreuung immer weniger Zeit blieb. Für die Entwicklung der Kindergartenidee war vor allem die Ungarin Teréz Gräfin von Brunszvik von Bedeutung, die etwa ein Dutzend Kindergärten gründete. In Deutschland gilt Friedrich Wilhelm August Fröbel als der „Vater“ des Kindergartens. 1840 gründete er die erste Kinderbetreuung unter dem Namen „Kindergarten“, der bisher unter der Bezeichnung Kinderbewahranstalt bekannt war. Inspiriert wurde Fröbel von der Idee, dass Kinder wie Pflanzen im Garten gehegt und gepflegt werden sollten. 1851 wurden Kindergärten kurzzeitig von der Regierung in Preußen verboten, wegen „atheistischer Tendenzen“. 1860 konnte das Verbot wieder aufgehoben werden, sodass sich bis heute die Idee des Kindergartens entwickeln und sogar weltweit verbreiten konnte.

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